Mit Pinsel und Paragraphen - so könnte man den Lebensweg von Hermann-Josef Kessel überschreiben.
Hermann-Josef Kessel, 1952 in Bonn geboren, entwickelte schon früh seine Leidenschaft für die Malerei und Zeichenkunst. Er wuchs auf einem bäuerlichen Betrieb in der Nähe von Zülpich auf und genoss eine ungebundene Kindheit in der Natur – ein Umfeld, das seine Kreativität nachhaltig prägte.
Seine Schulzeit verbrachte Hermann-Josef Kessel am altsprachlichen Gymnasium Antoniuskolleg in Neunkirchen. Dort entwickelte sich sein Interesse an der Kunst, die seitdem ein fester Bestandteil seines Lebens ist.
Im Herbst 1973 nahm Hermann-Josef Kessel sein Jurastudium auf, das ihn nach Bonn und Tübingen führte. Parallel dazu widmete er sich intensiv der Malerei und experimentierte mit verschiedenen künstlerischen Techniken.
Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten und zweiten juristischen Staatsexamens begann Hermann-Josef Kessel seine berufliche Laufbahn als Syndikus in einem Medien- und Presseunternehmen in Bonn und arbeitete als Rechtsanwalt. Später wechselte er in die OBI-Gruppe nach Wermelskirchen, wo er 1988 die Leitung der Rechtsabteilung übernahm. In dieser Position war er 33 Jahre lang für die wirtschaftsrechtliche Beratung der Gruppe und ihrer verbundenen Unternehmen im In- und Ausland zuständig.
Trotz seiner anspruchsvollen beruflichen Laufbahn blieb die Malerei immer ein zentraler Aspekt seines Lebens. Sie wurde zu dem Medium, mit dem er seine Kreativität und seine persönlichen Erfahrungen ausdrücken konnte. Die Verbindung von Kunst und Jura: Diese scheinbar so gegensätzlichen Welten haben in vergangenen Zeiten schon oft zusammengefunden.
In der Gegenwart konzentriert sich Hermann-Josef Kessel auf botanische Motive sowie auf eine Bildsprache, die zeichnerische Elemente mit klassisch gemalten Bildteilen kombiniert. Diese Mischung erzeugt Werke, die nicht immer vollständig zu entschlüsseln sind und dadurch den Raum für Interpretationen lassen.